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Kindsverlust:

Viele Paare verlieren in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ihr Baby. Leider wird in unserer Gesellschaft nicht darüber gesprochen. Es ist ein Tabuthema. So erzählen viele Paare auch erst nach den ersten drei Monaten den Angehörigen von der Schwangerschaft.

Aber dieses Tabuthema muss gebrochen werden. Denn es gibt wahnsinnig viele Paare, die ein Baby verlieren. Und diese fühlen sich oftmals völlig alleine und unverstanden. Weil niemand darüber redet und man deshalb keine Menschen findet, die ähnliches erlebt haben. Man ist der Meinung eine Ausnahme zu sein. Oder auch Paare, die ihr Baby später nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft verlieren. So ein Verlust ist immer schlimm.

Wenn ein Baby in der späteren Schwangerschaft oder bei der Geburt stirbt, ist dies ein noch viel schlimmerer Schmerz und Verlust. Es ist ein unbeschreiblicher Schmerz, sein eigenes Kind zu verlieren, dass einem alles bedeutet und man sich auf ein Leben mit seinem Kind gefreut hat.

Beim Verlust von einem nahestehenden Menschen, der mehrere Jahre auf dieser Erde gelebt hat, bekommt man die Anteilnahme anderer Menschen. Aber beim Verlust eines Babys, das Niemand der nahestehenden Menschen leben gesehen hat, weil es nur im Bauch seiner Mutter gelebt hat, da fehlt beim Tod oft die Anteilnahme von nahestehenden Menschen. Da es keine richtige Beerdigung gibt, mit Menschen die Anteil an diesem Verlust nehmen, fühlt man sich völlig alleine und niemand versteht einem.

Jeder ist in seinem Schmerz und jeder geht anderst damit um. Doch alle Betroffenen haben etwas gemeinsam. Sie fühlen sich alleine und wissen nicht, wie mit ihrem Verlust umzugehen. Man wünscht sich nichts sehnsüchtiger, als wenn man sein Baby lebendig in seine Arme nehmen kann und es schreien hört.

In unserer Gesellschaft wird nicht über Totgeburten / Kindsverlust gesprochen. Die Paare haben viel zu wenig Anlaufstellen, an die sie sich wenden können. Menschen, die sie wirklich verstehen und die mitfühlen können, wie schlimm das für einem ist.



Falls Sie sich angesprochen fühlen, möchte ich ihnen sagen, dass Sie bei weitem nicht die Einzigen sind. Es gibt leider viele Paare, denen so etwas passiert. Aber weil es ein Tabuthema ist, wird von niemandem darüber gesprochen.

Doch ihr Baby hat gelebt im Bauch und es hat alles mitbekommen. Hat eine Beziehung zu seiner Mutter und seinem Vater aufgebaut. Ich denke, dass die Seele niemals sterben kann. Nur der Körper. Ich bin überzeugt davon, das ihr Baby Sie immernoch liebt und dies auch immer machen wird. Es befindet sich jezt nur auf einer anderen Ebene. Wenn man an sein Kind denkt, kann man ihm oder ihr jederzeit nahe sein.

Ich bin voller Verständnis und Mitgefühl für Sie. Die Kinesiologie kann hier eine wunderbare Bereicherung sein, im Trauerprozess und um diesen grossen Verlust zu verarbeiten. Damit Sie wieder Mut und Kraft haben, um weiter zu gehen. Bitte geben Sie nicht auf. Es gibt immer einen Weg. Auch wenn es sehr düster aussehen mag. Gerne unterstütze ich Sie in ihrem Prozess. Mir ist es von ganzem Herzen wichtig, dass Sie wissen, das es Hilfe gibt in diesen dunklen Stunden. Die Sonne wird auch für Sie wieder scheinen. Geben Sie sich, ihren Partner / oder Partnerin und das Leben nicht auf. Sie sind nicht Schuld daran, an dem was passiert ist. Menschen sterben in jedem Alter. Dies hat nichts mit Ihnen zu tun.